Worum es geht
Künstliche Intelligenz verändert schon heute, wie wir lernen, arbeiten und wirtschaften. Gleichzeitig wächst die Frage, was passiert, wenn KI-Systeme zunehmend selbstständig handeln.
Vier Fachleute aus Unternehmenspraxis, Hochschule, Philosophie und Schule diskutieren, was davon Substanz ist und was Hype, wem die KI eigentlich gehört und was die Entwicklung für junge Menschen bedeutet. Im Anschluss ist Zeit für Ihre Fragen.
Podium
Robert Vogel
Spezialist für KI & AI Agents (KMU/IT)
Prof. Dr. Alexander Decker
Professor an der TH Ingolstadt, Open Search Foundation
Timo Greger
Philosoph, Schwerpunkt Ethik und Künstliche Intelligenz
Thomas Volz
Schulleiter, Gymnasium Starnberg
Moderation: Valerie Fischer
Programm
- Einlass
- Begrüßung und Einführung
- Vorstellung und Eingangsstatements
- Hype, Substanz und Agenten – wo steht KI wirklich?
- Wem gehört die KI? Marktmacht, offene Modelle und Vertrauen
- Die gefährliche Entwicklung – Autonomie und Kontrolle
- Schule, Ausbildung, Berufseinstieg – was bedeutet das für junge Menschen?
- Ihre Fragen an das Podium
- Abschlussstatements
- Verabschiedung
Glossar
Die wichtigsten Begriffe des Abends in einfachen Worten.
Grundbegriffe
- Künstliche Intelligenz (KI) / AI
- Computersysteme, die Aufgaben lösen, für die bisher menschliche Intelligenz nötig war.
- Maschinelles Lernen
- Ein System lernt Muster aus Daten statt aus festen Regeln.
- Sprachmodell / LLM
- KI, die mit riesigen Textmengen trainiert wurde und das wahrscheinlichste nächste Wort vorhersagt.
- Chatbot
- Programm für Gespräche in natürlicher Sprache, etwa ChatGPT, Claude oder Gemini.
- Generative KI
- KI, die neue Texte, Bilder, Musik oder Videos erzeugt.
- Trainingsdaten
- Beispiele, aus denen ein Modell lernt; ihre Herkunft ist oft nicht offengelegt.
- Prompt
- Die Eingabe, mit der man einer KI sagt, was sie tun soll.
- Halluzination
- Die KI gibt Falsches überzeugend als richtig aus.
Anbieter und Modelle
- OpenAI / ChatGPT
- US-Unternehmen (Chef: Sam Altman); ChatGPT löste Ende 2022 den KI-Boom aus.
- Anthropic / Claude
- US-Unternehmen (Chef: Dario Amodei), Anbieter des KI-Assistenten Claude.
- Google / Gemini
- Googles Sprachmodell, unter anderem in Android und der Google-Suche.
- Nvidia
- US-Hersteller der Chips, auf denen die meisten großen KI-Modelle laufen.
- Hugging Face
- Größte Online-Plattform zum Teilen und Herunterladen offener KI-Modelle.
- Z.ai / GLM
- Chinesischer KI-Anbieter; GLM ist seine Reihe offener Sprachmodelle.
Agenten und Autonomie
- KI-Agent
- KI, die selbstständig handelt: Sie plant Schritte, nutzt Werkzeuge wie Browser oder E-Mail und erledigt Aufgaben.
- Autonomie
- Wie weit eine KI ohne menschliche Freigabe handeln darf.
- Testumgebung / Sandbox
- Abgeschotteter Bereich, in dem KI ohne Zugriff auf echte Systeme geprüft wird.
- Selbstverbesserung
- Eine KI verbessert ihre eigene Arbeitsweise oder die Entwicklung neuer Modelle – ein Kern der aktuellen Sicherheitsdebatte.
Offenheit und Marktmacht
- Open Source
- Offener Quellcode, den jeder einsehen, verändern und weitergeben darf. Bei KI gehörten auch offene Trainingsdaten dazu.
- Open Weight
- Die „Gewichte“, also das gelernte Wissen eines Modells, sind frei verfügbar; Trainingsdaten bleiben meist geheim. Viele „offene“ Modelle sind Open Weight, nicht Open Source.
- Geschlossenes Modell
- Nur über den Dienst des Anbieters nutzbar, von außen nicht einsehbar.
- Netzwerkeffekt
- Ein Angebot wird wertvoller, je mehr Menschen es nutzen – bei KI auch durch mehr Daten und Einnahmen.
- Netzwerkmonopol
- Ein Markt wird durch Netzwerkeffekte von einem oder wenigen Anbietern beherrscht, wie bei Suchmaschinen.
- Lock-in
- Abhängigkeit von einem Anbieter, weil ein Wechsel teuer oder schwierig ist.
- Cloud
- Rechenleistung und Speicher, die man über das Internet bei großen Anbietern mietet.
Ethik und Mensch-Maschine
- Mensch-Maschine-Interaktion
- Wie Mensch und Technik zusammenarbeiten: wer welche Aufgaben übernimmt und wer entscheidet.
- Human in the Loop
- Ein Mensch prüft wichtige Entscheidungen einer KI, bevor sie wirksam werden.
- Transparenz
- Ob man verstehen kann, wie eine KI zu ihrem Ergebnis kommt; bei Sprachmodellen oft selbst für Entwickler schwer.
- Bias (Verzerrung)
- Systematische Benachteiligung bestimmter Gruppen, meist durch verzerrte Trainingsdaten.
- Automation Bias
- Die Neigung, Ergebnissen einer Maschine zu sehr zu vertrauen.
- Urteilskraft
- Informationen kritisch prüfen, abwägen und selbst entscheiden – eine Kompetenz, die KI nicht ersetzt.
- Deepfake
- Mit KI gefälschtes Bild, Video oder Audio, das täuschend echt wirkt.
- KI-Kompetenz
- Wissen, um KI sinnvoll und kritisch zu nutzen. Die EU-KI-Verordnung verlangt sie seit Februar 2025 von Unternehmen, die KI einsetzen.
Veranstaltungsort
Schlossberghalle StarnbergVogelanger 2
82319 Starnberg
Mit der S-Bahn (S6) bis Starnberg. Auf der Karte ansehen